Didier Cuche gelang mit einer unglaublichen Abfahrt ein erneuter Sieg auf der legendären „Streif“ in Kitzbühel. Der Amerikaner Marco Sullivan kommentiert im Zielraum die perfekten Bedingungen: „Dies war ein verdammt gutes Rennen!“
Die kalte, klare Nacht vor dem Abfahrtsrennen trug dazu bei, dass die Pisten-bedingungen für die Rennfahrer, die das Rolex Startgate verließen, nicht besser hätten sein können.
Kitzbühel ist bekannt dafür Legenden zu kreieren. Mit seinem zweiten Sieg in Kitzbühel innerhalb von zwei Tagen ist Cuche erst der dritte Skirennfahrer, der am gleichen Wochenende mit dem Sieg im Super G und in der Abfahrt einen Doppelsieg feiern konnte. Zu diesen gehört auch Rolex Testimonial Hermann Maier. „Ich bin sehr stolz darauf, dass es mir gelungen ist, beide Rennen zu gewinnen“, reflektierte Cuche.
Vom Moment an als der Österreicher Georg Streitberger das Starthaus verließ, entstand unter den rund 44'000 Zuschauer aus aller Welt eine fantastische Atmosphäre. Jeder Fan hatte seinen eigenen Favoriten und die Unterstützung für jeden einzelnen Fahrer war so laut wie eh und je. Der Österreicher Hans Grugger lag vorübergehend in Führung, bevor der Slowene Andrej Sporn seine Chance wahrnahm. Letztes Jahr erlebte Sporn dieses Rennen wegen einer Verletzung nur als Zuschauer. „Ich hätte nie geglaubt, dass ich hier auf dem Podest landen würde“, gestand Sporn. Währenddem Grugger hinter dem Norweger Aksel Lund Svindal den sechsten Platz belegte, hatte Sporn höhere Ziele. „Ich komme vom Slalom, musste jedoch wegen Rückenproblemen die Disziplin wechseln und konzentriere mich jetzt auf die Abfahrt“, erklärte der Slowene seinen Einstieg in die Prominenz der Abfahrer.
Kurz nach der TV-Pause starteten die echten Abfahrtskanonen, die Helden welche Fans nach Kitzbühel locken. Bode Miller gelang es nicht sich an die Spitze zu setzen, somit hofften die einheimischen Zuschauer auf einen Heimsieg von Michael Walchhofer, der im oberen Abschnitt eine sehr schnelle Zeit hinlegte. Dann kam die Enttäuschung für die österreichischen Fans: Walchhofer passierte die Hausbergkante sehr schnell, bei der Landung jedoch verlor er die Kontrolle und stürzte ins Netz. Oben am Start wusste Cuche das etwas geschehen war. Als ihn jedoch die Nachricht erreichte, dass bei Walchhofer alles in Ordnung war, scherzte er mit seinem Physio am Rolex Start Gate. Walchhofer war schnell wieder auf den Beinen und das Rennen wurde fortgesetzt.
Dem Italiener Werner Heel unterliefen einige Fehler im oberen Teil der Abfahrt, danach sagte er zu sich selber: Kopf runter und vorwärts! Und vorwärts bedeutete für ihn die schnellste Zeit im unteren Bereich. Im Ziel war er knapp hinter Sporn, der immer noch in Führung lag.
Beim Start von Didier Cuche lag eine totale Spannung in der Luft. Nach seinem Sieg im Super G war Cuches Name in aller Munde. Cuche mag es mehr gejagt zu werden, als der Jäger zu sein. Er mag den Druck nicht, einer Zeit nachzujagen. Doch heute war er in Form. Als er die Ziellinie durchquerte betrug sein Abstand gegenüber Sporn genau gleich viel wie sein Abstand im Super G gegenüber Walchhofer.
Eine letzte Spannung enstand mit der Attacke von Mario Scheiber, der als letzter in der Gruppe der Top-Fahrer startete. Scheiber lag zeitmässig immer sehr gut im Rennen, doch wegen eines kleinen Fehlers im unteren Bereich verfehlte er einen Podestplatz. Gekürt wurden Cuche, Sporn und Heel. „Morgen im Slalom habe ich überhaupt keine Chance “, erklärte Cuche „ somit darf die Party anfangen“.
Internationale Pressinformationen
Anna Maria Gregorini
+43 699 161 60930 (vom 17. - 29. Januar 2010)
+41 79 698 59 56
Email:
anna-maria@kpms.com
Sabrina Zumkehr
+43 699 104 27151 (vom 17. - 24. Januar 2010)
+41 79 359 15 47
Email:
sabrina@kpms.com
info@hahnenkammnews.com
www.hahnenkammnews.com